Thomas Höhn,
Saasaer Straße 33,
07607 Eisenberg/Thüringen,
EMail : hoehn@minet.uni-jena.de,
WWW : http://minet.uni-jena.de/~hoehn

Hausarbeit für das Fach Syntaxtheorie,
ausgearbeitet von © Thomas Höhn,
Jena, den 18.10.1995

Thema : Bindungstheorie

Gegenstand der Bindungstheorie sind die möglichen Beziehungen ( Referenzen ) zwischen nominalen Ausdrücken ( Nominalphrasen, NP's, engl. noun phrases ) in einfachen und komplexen Satzgebilden. Einige Beispiele seien dazu aufgeführt :

1) Peteri rasiert sichi
2) Wiri helfen einanderi
3) daß Hans, als er [ NPi dem Mann ] begegnete, ihni ansprach
4) daß Hansj, als erj ihmi begegnete, [ NPi den Mann ] ansprach
5) weil Hansj [ NPi dem Mann ] PROj ihni zu besuchen versprach
6) *weil Hans ihmi PRO [ NPi den Mann ] zu besuchen versprach

In den Beispielsätzen sind koreferente ( aufeinander bezogene, referenzidentische ) NP's mit dem gleichen Index versehen, Ungrammatikalität aufgrund disjunkter Referenz ( engl. disjoint reference ) wurde mit einem Stern gekennzeichnet.

Die nominalen Ausdrücke, die in Koreferenz zu ihrem Antezedentia ( lat. Antecedens = Vorausgänger, Bezugswort )1) stehen können, lassen sich - wie aus den Beispielen ersichtlich ( mit einigen Zusätzen ) - in folgende Klassen spezifizieren :

und Namen, die subsummiert werden unter die Gruppe der sogenannten : Es wird sich zeigen, daß die Koreferenz-Relation zwischen Antezedens und seinem, aus den zuvor spezifizierten Klassen stammenden nominalen Gegenstück - genannt Konsequenz ( s. /1/ S. 132 ) - bestimmten ( universellen ) Beschränkungen unterworfen ist, die im Folgenden ausgearbeitet werden sollen.

a) Betrachtet man die Beispiele 3) und 5), so ist zu sehen, daß, das Antezedens 'dem Mann' dem Pronomen 'ihn' vorausgeht. In diesem Fall spricht man von Vorwärtspronominalisierierung.

b) In den Beispielen 4) und 6) hingegen liegt der Fall von Rückwärtspronominalisierung vor - das Antezedens folgt dem Pronomen ( für die NPi ).

Ersteres - a) - scheint immer möglich zu sein, wohingegen der andere Fall - b) - gewissen Einschränkungen unterliegt. Beim Vergleichen von 3), 4) und 5), 6) erkennt man, daß dies nicht nur von der Reihenfolge der Anordnung von Antezedens/Pronomen abhängt ( einer Art Linearisierungsbeschränkung ), sondern strukturell bedingt sein muß.
Betrachtet man dazu die Strukturbäume von Bsp. 4) und 6) in 4') und 6'), so ist zu sehen, daß in 4') das Pronomen in eienem tieferliegenden Teilbaum S steht als sein Antezedens :

4')

Äähm, wo ist es denn ?!
In 6') hingegen kommt das Pronomen, da es im Matrixsatz ( übergeordneter Satz ) steht, im höherliegenden Teilbaum S vor :

6')

Äähm, wo ist es denn ?!
Diesen Strukturunterschied hat man unter dem Begriff des "Kommandierens" ( eine Kategorie steht höher im Strukturbaum, als eine Andere ) festgehalten. Vorher wird noch der Begriff der Dominanz eingeführt in der :

Def. 0 : In einer Struktur Gamma dominiert ein Knoten Alpha einen Knoten Beta gdw. Alpha ungleich Beta gilt, und es eine Folge von Knoten Alpha=Delta1,...,Deltan=Beta gibt, so daß Deltai direkt oberhalb von Deltai+1 ( i aus {1,...,n-1} ) auf einem abwärtsführenden Weg von Alpha nach Beta liegt.

Def. 1' : In einer Struktur Gamma kommandiert ein Knoten Alpha einen Knoten Beta <=> df

  1. Keiner von beiden Knoten dominiert den Anderen
  2. Der nächsthöhere S-Knoten, der Alpha dominiert, dominiert auch Beta
Dominanz schließt also Kommando aus.
Eine erste Regel für die Einschränkung der Koreferenz bei der Pronominalisierung vorangegangener Beispiele wäre also folgende

Koreferenzbeschränkung :
Ein Pronomen Alpha, das einer nichtpronominalen NP Beta vorangeht und sie kommandiert, kann nicht mit ihr koreferent sein. Oder anders ausgedrückt ( s. /2/ S.99 ) : *[ ... Alphai ... Betai ... ] falls

  1. Alpha Pronomen, Beta nichtpronominale NP ( R-Ausdruck )
  2. Alpha kommandiert Beta
Für ein weiteres Beispiel zeigt sich, daß Def. 1' noch abgeschwächt werden muß, um die Koreferenzbeschränkung entsprechend anwenden zu können :

7) [ S' [ COMP daß ][ S [ NP Peters Meinung über ihn i ][ VP [ NP i Max ][ V erschreckt hat ]]]]
mit dem entsprechenden Strukturbaum

7')

Äähm, wo ist es denn ?!
Das Pronomen kommandiert hier nach Def. 1' sein Antezedens 'Max' und dürfte somit nicht koreferent mit ihm sein. Offenbar sind nicht nur nächsthöhere S-Knoten sondern auch NP-Knoten von Bedeutung beim Prozeß der Rückwärtspronominalisierung. Faßt man S- und NP-Knoten als zyklische Knoten ( übliche traditionelle Bezeichnung, conf. /1/ S.129 ) zusammen, so ergibt sich folgende modifizierte

Def. 1'' : In einer Struktur Gamma z-kommandiert ein Knoten Alpha einen Knoten Beta <=> df

  1. Keiner von beiden Knoten dominiert den Anderen
  2. Der nächsthöhere zyklische Knoten, der Alpha dominiert, dominiert auch Beta
Beispiel 7) wird nun nicht mehr ausgegrenzt.
Daß auch diese Def. noch nicht zufriedenstellt, zeigt :

8) Der Gendarm nahm ihn i fest, als Hans i entwischen wollte

Nach Def. 1'' wird die nichtpronominale NP 'Hans' im Adverbialsatz vom NP-Pronomen 'ihn' z-kommandiert ( relevanter zyklischer Knoten ist S ), wie sich aus 8') ersehen läßt :

8')

Äähm, wo ist es denn ?!
Gemäß der Koreferenzbeschränkung wäre dieser Satz demnach ungrammatisch.
Um auch diese Art von Fällen mit zu erfassen, wurde der Begriff des z-Kommandos noch abgeändert zum c-Kommando ( auch k-Kommando / k-Herrschaft, engl. c-command; von Tanya Reinhart, vgl. "Anaphora and Semantic Interpretation" 1983 ), wobei c für Konstituente ( engl. constituent ) steht :

Def. 1 : In einer Struktur Gamma c-kommandiert ( k-beherrscht ) ein Knoten Alpha einen Knoten Beta <=>df

  1. Keiner von beiden Knoten dominiert den Anderen
  2. Der erste verzweigende Knoten, der Alpha dominiert, dominiert auch Beta
    oder anders formuliert :
    Jeder verzweigende Knoten, der Alpha dominiert, dominiert auch Beta
In 8') wäre demnach VP der erste verzweigende Knoten, womit die NP im Adverbialsatz nicht mehr vom Pronomen c-kommandiert wird und beide somit identisch referieren können.
Betrachtet man die Struktur :

8')

Äähm, wo ist es denn ?!
so c-kommandiert X0 hier nach Def. 1 nur YP, nicht aber ZP. Für verschiedene Probleme, die bei der Anwendung des c-Kommandos auf solche Strukturen - etwa bei zusammengesetzten NP's - auftraten, wurde noch eine weitere Version vorgeschlagen ( vgl. J. Aoun / D. Sportiche "On the Formal Theory of Government"; 1982/83, The Linguistic Review 2, S. 211 - 236 ), die häufig verwendet wird ( in /2/ S. 106 für Def. des Rektionsbegriffes eingeführt ) :

Def. 2 : In einer Struktur Gamma m-kommandiert ein Knoten Alpha einen Knoten Beta ( 'm' steht für maximal ) <=>df

  1. Keiner von beiden Knoten dominiert den Anderen
  2. Alle maximalen Projektionen, die den Knoten Alpha dominieren, dominieren auch Beta
Hiermit läßt sich nun der neue strukturelle Begriff der Bindung definieren :

Def. 3 : In einer Struktur Gamma bindet (engl. bind ) eine NP Alpha eine NP Beta <=>df

  1. Alpha und Beta besitzen den gleichen Index ( sie sind koindiziert )
  2. Alpha c-kommandiert Beta
Man sagt Alpha ist gebunden, wenn es ein Beta gibt, das Alpha bindet. Wenn eine NP Alpha nicht gebunden ist, so ist sie frei.
Die am Anfang besprochene Koreferenz-Relation zwischen Antezedens und Konsequenz läßt sich nun als Bindungsverhältnis mit Hilfe des eben eingeführten Begriffs der Bindung formulieren. Dazu ein paar weitere Beispiele :

9) Er i / Hans i mag sich i / *ihn i / *Hans i / Maria j

9')

Äähm, wo ist es denn ?!
10) Hans i weiß, daß Peter j *sich i / sich j / *ihn j / ihn i / *Hans i / *Peter j / Steffen k bewundert

10')

Äähm, wo ist es denn ?!
In Beispiel 9) bindet die erste NP 1, wie aus 9') ersichtlich ist, die koindizierte zweite NP 2 ( falls mit gleichem Index ). Ebenso bindet in 10) die erste NP 1 bzw. zweite NP 2 die jeweils koindizierte NP 3. Betrachtet man von den vielen Fällen jeweils nur die mit Anaphernbindung, so kann man erkennen, daß die Reflexivierung der NP nur in einem bestimmten Bereich ( Domäne genannt, engl. domain ) erlaubt ist. Offenbar wird genau dann eine Anapher ( Reflexivpronom ) verlangt, wenn die fragliche NP koreferent mit dem Subjekt des die NP unmittelbar umgebenden Satzes ist :

[ S Er i / Hans i mag sich i ]

[ S Hans i weiß [ S' daß [ S Peter j sich j bewundert ]]]

Bezieht sich die NP dagegen auf das Subjekt des übergeordneten Satzes ( Matrixsatz ), sofern ein solcher S vorhanden, so liefert das Beispiel

*[ S Hans i weiß [ S' daß [ S Peter j sich i bewundert ]]]

ein ungrammatisches Resultat.
In diesem Falls muß anstelle der Anapher ( des Reflexivpronoms ) ein Pronomen stehen, wie aus

[ S Hans i weiß [ S' daß [ S Peter ihn i bewundert ]]]

ersichtlich ist. Ein Pronomen kann daher nicht mit dem Subjekt des kleinsten Satzes, der das Pronomen unmittelbar umgibt, koreferent sein :

*[ S Er i / Hans i mag ihn i ]

*[ S Hans i weiß [ S' daß [ S Peter j ihn j bewundert ]]]

Ein unter NP 3 stehender R-Ausdruck, hier ein Name, kann demgegenüber weder it dem Subjekt des eingebetteten Satzes

*[ S Er i / Hans i mag Hans i ]

*[ S Hans weiß [ S' daß [ S Peter j Peter j bewundert ]]]

noch mit dem des Matrixsatzes koreferent sein :

*[ S Hans i weiß [ S' daß [ S Peter Hans i bewundert ]]]

Die bisher betrachteten Beispiele legen mit den anfangs aufgeführten Bindungsverhältnissen folgende Regeln nahe :

( A ) Anaphern müssen in dem minimalen S, in dem sie enthalten sind, gebunden sein
( B ) Pronomina dürfen in dem minimalen S, in dem sie enthalten sind, nicht gebunden sein ( sind frei )
( C ) R-Ausdrücke dürfen überhaupt nicht gebunden sien ( sind überall frei )

Wie ein weiteres Beispiel zeigt, ist der minimale S ( -Knoten ) als Bereich für Bindung noch zu restriktiv :

11) [ S Er i las [ NP 2 Marias j Brief [ PP von *sich i / sichj / *ihr j / ihm i ]]]

11')

Äähm, wo ist es denn ?!
Koreferenz zwischen NP 1 und NP 4 kann hier nur durch Pronominalisierung von NP 4 angezeigt werden :

[ NP 1 Er i ] las Marias j Briefe von [ NP 4 ihm i ]

Soll hingegen NP 4 mit NP 3 referenzidentisch sein, so muß unter NP 4 das Reflexivpronomen stehen :

Er i las [ NP 2 [ NP 3 Marias j ] Brief von [ NP 4 sich j ]]

Im Vorangegangenen wurde bei der Reflexivierung einer NP immer in Bezug auf das als Antezedens fungierende Subjekt des kleinsten, die NP unmittelbar umgebenden Satzes gesprochen. Demnach spielt die NP 3 im Bsp. 11) offenbar die Rolle des Subjekts im NP-Komplex NP 2. Also müssen neben minimalen S-Knoten auch minimale NP-Knoten in ( A ) und ( B ) als bindungsrelevante Bereiche zugelassen werden, wenn man Beispiel 11) nicht ausschließen will. Betrachtet man die bisher behandelten Beispiele anhand der Strukturbäume etwas näher, so fällt auf, daß die als Antezedens fungierenden Subjekt-NP's stets direkt unterhalb der für Bindung relevanten S- oder NP-Knoten liegen. An der Gegenüberstellung nachfolgender beider NP- und S-Konstruktionen sei dieses Spezifikum noch einmal deutlich hervorgehoben ( ohne Betrachtung von Koreferenzproblemen ) :

12) [ NP [ NP the enemies' ] destruction of the city ] versus
13) [ IP=S [ NP the enemies ] will destroy the city ]

mit den zugehörigen Strukturbäumen :

12') versus 13')

Äähm, wo ist es denn ?!
Als direkt unterhalb der NP bzw. des S-Knoten liegende Position für das Subjekt kommt gemäß dem X-Bar-Schema hierfür nur der Spec-NP- bzw. der Spec-IP-Knoten in Frage.
Die bisherigen empirischen Beobachtungen in Bezug auf Subjekt-NP's sollen nun nach der

Def. 4 : In einer Struktur Gamma dominiert ein Knoten Alpha einen Knoten Beta unmittelbar <=>df

  1. Alpha dominiert Beta
  2. Es existiert kein Knoten Delta ( Delta verschieden von Alpha und Beta ), so daß gilt :
    Alpha dominiert Delta und Delta dominiert Beta
in der folgenden Definition festgehalten werden :

Def. 5 : Ein Subjekt von Alpha ( wobei Alpha = NP oder Alpha = S ) ist die NP, die unmittelbar von Alpha dominiert wird ( die in der Spec Alpha - Position vorkommende NP )

Ob noch weitere Kategorien über Subjekte verfügen, soll hier nicht weiter diskutiert werden.
Nun muß allerdings nicht jede komplexer aufgebaute NP auch unbedingt über ein Subjekt verfügen, wie

14) [ NP John i ] lost [ NP 2 a picture of himself i ]

zeigt. Hier ist der Spec NP 2-Knoten durch einen Determiner besetzt :

14')

Äähm, wo ist es denn ?!
Als Antezedens kommt daher nur die NP 1 in der Spezifier-Position des gesamten IP in Frage, wenn nach Regel ( A ) die Anapher gebunden sein soll. Demgegenüber ist im Unterschied zu 14) in

15) [ NP 1 John j ] lost [ NP 2 [ NP 3 Mary's i ] picture of herself i / *himself j / him j ]

die Spec NP 2-Position lexikalisch besetzt durch eine NP 3,

15')

Äähm, wo ist es denn ?!
mit der die Anapher im NP 2-Komplex koreferieren kann. Das Subjekt des gesamten Satzes kann also nur dann als Binder ( NP Alpha nach Def. 3 ) für eine in der Complement-Position einer NP auftretenden Anapher dienen, falls die NP kein Subjekt hat, i.e. ( d.h. ) eine Anapher, die schon durch ein Subjekt gebunden ist, kann nicht durch eine höhere Subjekt-NP gebunden sein. Das zeigt sich auch an folgenden Infinitiv-Konstruktionen ( eingebettet in ECM 4)-Struktur ) :

16) Theyi expected [ IP=S each otheri / *them i to win ]

Eine Anapher in Subjektposition eines eingebetteten Satzes Sinf kann durch das Subjekt des Matrixsatzes gebunden werden. In Objektposition hingegen kann die Anapher nicht über das Subjekt des Sinf hinaus durch die Subjekt-NP des Matrixsatzes gebunden sein :

17) They i expected [ IP=S inf me to help them i / *each other i ]

Die Rolle des Subjekts zur Definition des relevanten Bindungsbereiches ( der in den Regeln ( A ) und ( B ) als 1. Näherung mit dem minimalen NP- und S-Knoten angegeben war ) wurde von Chomsky ( 1973 ) unter der Bezeichnung "Specified Subject Condition" ( SSC ) wie folgt festgehalten ( cf. /3/ S. 185 ) :

Def. 6 : The local domain D ( for anapher binding ) = the c-command domain of a subject NP ( the SSC case )

Diese Definition präzisiert bereits ( mit den in Definition 5 vereinbarten Begriff der Subjekt-NP ) die Domänen NP und S in ( A ) und ( B ), denn während Subjekte bei IP's bzw. S obligatorisch auftreten, sind sie in NP's fakultativ ( wie in den Beispielen 14) und 15) zu sehen war ), womit subjektlose NP's für D ausgeschlossen werden.
Daß Def. 6 allein nicht ausreicht, um D ( in Def. 6 ) vollständig zu charakterisieren, zeigt sich, wenn man in 16) die infinite IP durch eine finite Konstruktion ersetzt :

18) Theyi expected [ IP=S fin *each otheri / they i would win ]

Der Matrixsatz ist hier die minimale Domäne, die Def. 6 erfüllt. Aber eine in Subjektposition des eingebetteten IP=S fin liegende Anapher kann hier nicht durch das Subjekt des übergeordneten S fin gebunden sein.
Der Unterschied zu 16) liegt - durch die Konstruktion bedingt - in der Flexion des im eingebetteten IP/S fin liegenden Verbs durch Tempus ( engl. tense ) und AGR ( engl. AGReement ).
Chomsky ( 1973 ) formulierte daher eine weitere Lokalitätsbeschränkung für D, die "Tensed S condition" ( TSC ), in der das Tempus als relevanter Faktor erscheint ( cf. /3/ S. 186 ) :

Def. 7' : The local domain D = the c-command domain of tense ( the TSC case )

Dadurch wird Anaphern-Bindung über einen temporalisierten Satz ( engl. clause ) hinaus verhindert. Ein weiteres Problem ergibt sich bei folgendem Beispiel :

19) [ IP 1 They i thought that [ IP 2 [ NP books about each other i / them i ] would be on sale ]]

Die Anapher wird in diesem Fall durch AGR c-kommandiert, wodurch nach der "Tensed S Condition" der eingebettete IP 2 für D anzusetzen ist. Demnach kann die Anapher nicht gebunden sein, denn da das Reziprokpronomen innerhalb der Subjekt-NP auftritt, wird es von derselben dominiert, was nach Def. 1 c-Kommando ausschließt. Gemäß Def. 7' sollte 19) also ungrammatisch sein.
Chomsky ( 1980 ) vermutete hier ein ganz anderes Phänomen, nach dem Anaphern, die im Nominativ erscheinen ( wie in Bsp. 18) ), in dem sie umgebenden minimalen S' nicht ungebunden auftreten dürfen. Er formulierte dies in der "Nominativ Island Condition" ( NIC ), die nun anstelle des TSC verwendet wird ( cf. /3/ S. 186 ) :

Def. 7 : A nominative anapher may not be free in S' ( the NIC )

Bsp. 18) mit Nominativ-Anapher wird dadurch ausgeschlossen. Bsp. 19) nicht mehr, da die Anapher weder im Nominativ steht ( NIC ), noch vom Subjekt des eingebetteten S c-kommandiert ist ( SSC ), was sie folglich nicht mehr daran hindert, im eingebetteten S frei zu sein, und somit vom Subjekt des Matrixsatzes gebunden zu werden ( SSC ). Man beachte übrigens auch, daß 19) eines der Paradigmen ist, bei denen das übliche komplementäre Auftreten von Anaphern und Pronomen ( wie in den Regeln ( A ) und ( B ) beobachtet wurde ) aufgehoben ist. Beide, Reziprokpronomina und Pronomen, können für Koreferenz mit dem Subjekt dienen.
Beide Modelle der Bindungstheorie, das SSC/TSC und das SSC/NIC-Model hatten in späteren Arbeiten noch weitere Nachfolger.
Im Vorangegangenen war an der Festlegung der bindungsrelevanten Domäne das Subjekt immer maßgeblich beteiligt, was im "SSC case" ( Def. 6 ) schon deutlich hervorgehoben wurde. Chomsky ( 1986 ) hat dafür noch eine weitere Charakterisierung entwickelt, indem er den Begriff des "vollständigen funktionalen Komplexes" ( engl. complete functional complex; Abk. CFC ) einführte ( vgl. /2/ S. 103 (25) ), was der Bezeichnung von Subjekt und Objekt als sogenannte "grammatische Funktionen" ( cf. /2/ Kap. 2.2 ) entgegenkommt. Dies hat er wie folgt formuliert :

Def. 8 : Eine Kategorie Alpha ist ein CFC, wenn Alpha einen Kopf Beta und alle mit Beta verträglichen grammatischen Funktionen enthält.

Das besagt nichts anderes, als daß Kategorien, die nach Def. 5 ein Subjekt enthalten, ein CFC darstellen. Diese etwas andere Formulierung von Def. 8 soll hier zusätzlich noch festgehalten werden in ( cf. /3/ S. 237,19 ) :

Def. 8' : A maximal phrase containing a subject is ( in Chomsky's terms ) a "complete Functional Complex" ( CFC ).

Da IP's obligatorisch über ein Subjekt verf&umul;gen, sind sie somit auch gleichzeitig immer ein CFC. Bei NP's hingegen ist dies nur der Fall, wenn sie auch tatsächlich ein Subjekt enthalten, wie schon der Vergleich von 14) und 15) zeigte.
Betrachtet man unter diesem Aspekt nun nocheinmal die Beispiele 9) und 19), aus denen heraus die Regeln ( A ) bis ( C ) abgeleitet wurden, so sieht man, daß dort der minimale ( eingebettete ) S ( die minimale NP in 11) und 15) ), in dem die Anapher bzw. das Pronomen auftaucht, als der CFC anzusetzen ist, der die f&umul;r Anaphernbindung relevante Domäne bildet, bzw. in dem ( nach ( B )) das Pronomen nicht gebunden sein darf, was anhand weiterer Beispiele mittels geschweifter Klammer ( Für den CFC ) nochmal illustriert werden soll :

20) { Hans i rasiert sich i / *ihn i }
21) Peter i believes that { Mary j hurt herself j / *himself i / *she j / him i }
22) Paul i expects { Mary to defend *himself i / himself i }
23) { Jörg i vermißte das Buch von sich i / *ihm i }
24) They i read { Mary's books about *each other i / them i }

Die Anaphern bzw. Pronomen tauchen hier immer in Objektposition auf. Nimmt man jedoch eine ECM-Konstruktion, wie in 16), in der Anapher bzw. Pronomen in Subjektposition erscheinen, so muß der minimale CFC offensichtlich auf den nächsthöheren ausgeweitet werden :

*They i expected { them i to win } ... versus
{ They i expected each other i to win }

bzw. für Pronomen in Subjektstellung :

25) *Bill thinks that John i expects { him i to get the job } ... versus
25') Bill i thinks that { John expects him i to get the job }

Im Vorangegangenen wurde diese Erscheinung mit dem SSC-Kriterium zur Festlegung von D abgefangen.
Für den CFC scheint zu gelten, daß dieser auf den Nächsthöheren erweitert werden muß, wenn Anapher und Pronomen in Subjektposition auftreten. Daß dies aber nicht generell zutrifft, zeigt sich, wenn man in 16) - wie es zur Einführung der TSC in 18) geschah - den infiniten durch einen finiten IP-Teil austauscht :

They i expected { they i would win } ... aber
*{ They i expected each other i would win }.

In diesem Fall darf der minimale CFC im Gegensatz zum Vorigen nicht auf den Nächsthöheren erweitert werden.
Offenbar ist also nur dann der nächsthöhere CFC anzusetzen, wenn Anapher bzw. Pronomen sich in der Subjektposition eines infiniten Satzes befinden. Nun wurde schon im TSC festgeschrieben, daß die lokale Domäne D nicht erweitert werden darf, wenn sich Anapher bzw. Pronomen im c-Kommandobereich des Tempus befindet, welcher unterINFL ( zusammen mit AGR ) zu finden ist.
Aus der Kasustheorie ist weiterhin bekannt, daß INFL der Subjektposition im finiten Satz Kasus ( d.h. den Nominativ ) zuweist. In infiniten IP-Strukturen dagegen ist es das Matrixverb, i.e. das Verb aus dem Matrixsatz ( z.B. A.c.I.-Verben in ECM-Konstruktionen ), das kasuszuweisend auf das Subjekt des eingebetteten IP / Sinf wirkt. Objekte hingegen erhalten Kasus immer vom Verb ( vgl. /1/ S. 147 ff.; /2/ Kap. 2.2 ).
Entscheidend für die Festlegung des CFC ist also, in welchem CFC das kasuszuweisende Element auftritt. In finiten Sätzen wurde festgestellt, liegt es im gleichen CFC wie Subjekt und Objekt selbst, in infiniten Sätzen wird dem Subjekt hingegen Kasus vom Matrixverb, i.e. vom Verb aus dem nächsthöheren CFC zugewiesen.
In diesem Zusammenhang sei nun der Begriff der Rektion ( engl. government ) mit aufgeführt, der schon aus der Rektionstheorie bekannt ist. Er soll hier mit Hilfe des aus Def. 2 bekannten m-Kommandos ( cf. /2/ S. 106 f. ) fixiert werden :

Def. 9 : In einer Struktur Gamma regiert ein Knoten Alpha einen Knoten Beta ( i.e. Alpha ist Regens für Beta ) <=>df

  1. Alpha m-kommandiert Beta
  2. Alpha ist ein X0
  3. es gibt kein Ymax=YP=Delta, das von Alpha m-kommandiert wird und Beta dominiert, und Beta verschieden von SpecDelta oder Kopf ( Y0 ) von Delta
Klausel (ii) schließt auch AGR unter INFL ( I0 ) als potentiellen Regenten mit ein.
Klausel (iii) besagt, daß Alpha nicht tiefer als bis zur Specifier- ( SpecDelta- ) oder Kopfposition ( Y0 ) einer ggf. zwischen Alpha und Beta liegenden maximalen Projektion Ymax=YP=Delta Rektion auf Beta ausüben kann, d.h. eine maximale Projektion Ymax = Delta unterbricht die Rektionsbeziehung, falls Beta ungleich SpecDelta und Beta ungleich Y0.
Geläufig ist auch folgende Version des Rektionsbegriffes ( cf. /1/ S. 122 ) :

Def. 9' : In einer Struktur Gamma regiert ein Knoten Alpha einen Knoten Beta <=>df

  1. Alpha ist X0 oder INFL0
  2. Alpha und Beta werden von denselben maximalen Projektionen dominiert
Kasuszuweisung setzt nun aber Rektion voraus, d.h. ein Element Alpha kann Beta nur dann Kasus zuweisen, falls Alpha Regens für Beta ist.
Die zuvor betrachteten Festlegungen des CFC in Abhängigkeit vom kasuszuweisenden Element lassen sich nun mit Hilfe des Rektionsbegriffes formulieren : Befindet sich das regens zusammen mit Anapher bzw. Pronomen in demselben CFC, so ist dieser die für die bindung relevante Domäne D. Ist das Regens hingegen im nächsthöheren CFC enthalten, wie in 16) und 25), in den Beispielen für ECM-Strukturen, so bildet jener Nächsthöhere CFC die Domäne D. Also ist der kleinste CFC, der neben Anapher bzw. Pronomen auch dessen Regens enthält, die Domäne, die entscheident für Bindung ist. Chomsky ( 1986 ) führte dafür den Begriff der "Rektionskategorie" ( Rektionsdomäne = RD, Regierende Kategorie, engl. governing category = GC ) ein ( vgl. /2/ S. 108, /3/ S.189 ) :

Def. 10 : In einer Struktur Gamma ist Alpha die Rektionskategorie für Beta <=>df

  1. Alpha ist ein CFC
  2. Alpha enthält ( dominiert ) Beta und das Regens von Beta
  3. Es gibt kein Delta, das (i) und (ii) erfüllt, und von Alpha dominiert wird
Letzteres (iii) besagt, daß Alpha minimal ist bzgl. (i) und (ii).
Der Begriff des Rektionskategorie präzisiert die in den Regeln ( A ), ( B ) und ( C ) bisher entwickelten bindungsrelevanten Domänen D.
Damit lassen sich nunmehr die genannten Regeln zu den Prinzipien formulieren, die die klassisch geläufige Version der Bindungstheorie wiedergeben :

Bindungstheorie :
Prinzip ( A ) : Anaphern sind in ihrer Rektionskategorie gebunden.
Prinzip ( B ) : Pronomina sind in ihrer Rektionskategorie frei.
Prinzip ( C ) : R-Ausdrücke sind ( überall ) frei.

Weitere Beispiele sollen nun den Sachverhalt des bisher Dargelegten nochmals illustrieren :

26) weil {CFC2 Hans {CFC1 sich nach Moskau fliegen } sieht }

26')

Äähm, wo ist es denn ?!
In der vorliegenden ECM-Konstruktion ( aus /5/ S. 15 (6)) bilden der eigebettete infinite S und der Matrixsatz, da sie beide über ein Subjekt verfügen, gemäß Def. 8 oder Def. 8' einen CFC ( hier wieder mit geschweiften Klammern hervorgehoben ). Aufgrund der infiniten Konstruktion kann im eingebetteten S der Subjekt-NP2 von INFL wegen fehlendem AGR kein Nominativ strukturell zugewiesen werden, obwohl NP2 laut Def. 9 von INFL0 regiert wird. Vielmehr ist ads A.c.I.-Verb im Matrixsatz, verbunden mit der S'-Tilgung ( wegen Kasusfilter ), für Zuweisung strukturellen Kasus' ( Akkusativ, cf. /5/ S. 10 (4)) an das eigebettete Subjekt ( diese Eigenschaft wird als "exceptional case marking" bezeichnet ) zuständig, da nach S'-Tilgung das Matrixverb die NP2 regieren kann. Also ist das Regens für die Anapher im nächsthöheren CFC2 zu finden, folglich bildet nach Def. 10 der Matrixsatz mit dem CFC2 die Rektionsdomäne RD Alpha für Beta=NP2. Prinzip ( A ) wird somit bei Koindizierung von NP1 und NP2 nicht verletzt. Nach ( B ) bzw. ( C ) ist demnach Koindizierung von NP1 mit einem unter NP2 stehendem Pronomen bzw. R-Ausdruck nicht erlaubt.

27) {CFC1 Leutei, { diei für den Kanzlerj arbeiten }, fürchten Kohlj }

27')

Äähm, wo ist es denn ?!
Regens für das Realtivpronom5) unter NP2 ist gemäß Def.9 das unter INFL0 stehende AGR ( aus der Comp NP1-Position IP2 ), was zusammen mit dem CFC2, in dem es erscheint, die RD Alpha für Beta=NP2 bildet. Ferner ist das Pronomen unter NP2 im RD Alpha von keinerlei Ausdruck gebunden, womit ( B ) erfüllt ist, und Bindung außerhalb von RD Alpha ( durch Koindizierung ) mit N0 möglich ist.

Weil die Subjekt-Position, in der RD Alpha lexikalisch durch die NP2 besetzt ist, kann dort auch niemals eine Anapher auftreten, wie man sieht, da nach ( A ) Bindung nicht möglich wäre ( denn Dominanz schließt c-Kommando aus ). Für die R-Ausdrücke unter NP3 und NP4 ist Koreferenz erlaubt. Da sie sich nicht c-kommandieren, ist Bindung nicht möglich, folglich gilt ( C ). In den bisherigen Beispielen für Bindungsverhältnisse wurden nur lexikalisch präsente Elemente behandelt. Die Bindungstheorie gilt aber auch für phonologisch leere Elemente, wie Spuren oder PRO-Elemente, die anfangs in den in Klassen spezifizierten nominalen Ausdrücken mit auftauchten.

In den 2 Beispielen soll kurz ( und nicht weiter ) darauf eingegangen werden :

28) {CFC1 Maryi seems {CFC2 ti to be happy }}

28')

Äähm, wo ist es denn ?!
In dieser ( Raising- ) Struktur ( Passivkonstruktion ) kommt das eingebettete Subjekt, die NP-Spur ti, durch Streichung von S' in den Rektionsbereich des Matrixverbs, das somit Regens von NP2 wird. Damit wird statt CFC1 der CFC2 die RD Alpha von Beta=NP2, der Spur ti. Da NP-Spuren unter Anaphern subsummiert werden wurden, muß ti gebunden sein. Dies wird durch NP1 bewerkstelligt. Ausführlicheres dazu ist in /1/ S. 138 ff. oder in /3/ S.127 ff. zu finden.

29) weil {CFC1 Hansi seinem Freund {CFC2 PROi sichi zu rasieren } versprach }

29')

Äähm, wo ist es denn ?!

S'-Tilgung ist nicht zulässig !

Die Anapher koreferiert hier mit PRO. Regens für das Reflexivpronomen unter NP4 ist V2, daher ist der CFC2 die Rektionsdomäne für NP4=Beta. NP4 wird durch NP3 gebunden, somit wird Prinzip ( A ) erfüllt. Die Beziehung zwischen NP1 und NP3 wird mit dem Begriff der "Kontrolle" ausgedrückt, und mit Hilfe der Kontrolltheorie beschrieben. Näheres zu Bindungsproblemen mit der phonetisch leeren PRO-Form ist unter /3/ S. 127 ff. zu finden.


1) laut /4/ Seite 86 wird der Begriff
Antezedens ( lat. antecedere = vorausgehen ) : sprachlicher Ausdruck, auf den eine Anapher beim Referieren zurückverweist; z.B. Caroline, die ... ( Caroline ist Antezedens zu 'die' ) nur im Zusammenhang mit Anaphern verwendet, wie auch in /2/ S. 101 ff.; in /1/ S. 127 ff. hingegen generellauch in Bezug auf Pronomina und Namen zu finden, wovon hier Gebrauch gemacht werden soll.

2) Expletives 'es' ( auch : unpersönliches Pronomen, lat. expletivus = ergänzend ) : Satzgliedhaftes, obligatorisch auftretendes 'es' mit nur morphologisch-syntaktischer Funktion ohne Referenz und Bedeutung, z.B. als quasi-Subjekt in 'Es regnet' mit Nicht-Theta-Rolle.

3) PRO-Element : Abstraktes Element der durch leere Kategorien angereicherten Oberflächenstruktur ( S-Struktur ), welches als phonetisch leere PRO-Form das logische Subjekt eines Infinitivs syntaktisch repräsentiert, wie z.B. in 'Peter i glaubt, PRO i Maria zu lieben'

4) ECM ( Abkürzung für "Exceptional Case Marking" ) :
In der GB-Theorie ( engl. Government-Binding-Theorie, dt. Rektions-Bindungs-Theorie ) Beschreibung eines Konstruktionstyps, bei dem das logische Subjekt eines eingebetteten Satzes im Akkusativ erscheint, und somit vom Verb des Matrixsatzes ausnahmsweise ( exceptional ) kasusmarkiert ist; sogenannte ECM-Verben sind z.B. lassen, hören, sehen ( im Deutschen ), believe, expect ( im Engl. )

5) Relativpronomen ( spätlat. relâtivus = bezüglich ) :
Pronomen, das sich in der Regel auf ein unmittelbar vorausgehendes Substantiv ( bzw. auf NP oder S ) bezieht, und attributive Nebensätze einleitet; z.B. der / die / das, wer / was / welcher, ...


Literatur :

/1/ Grewendorf, Günther :
"Aspekte der deutschen Syntax,
Eine Rektions-Bindungs-Analyse",
Studien zur deutschen Grammatik, Band 33,
gnv Gunter Narr Verlag Tübingen 1988

/2/ Fanselow, G. / Felix, S. W. :
Sprachtheorie : Eine Einführung in die generative Grammatik
Band 2 : Die Rektionsd- und Bindungstheorie, ( Uni-Taschenbücher ),
Tübingen, 1987

/3/ Webelhuth, Gert :
Government and binding theory and the minimalist progranmm,
Basil Blackwell Oxford UK & Cambridge USA, 1995

/4/ Bußmann, Hadumod :
Lexikon der Sprachwissenschaft,
Alfred Kröner Verlag Stuttgart,
2. Auflage, Kröners Taschenausgabe, Band 452, 1990

/5/ Suchsland, Peter :
Arbeitsmaterial zur Vorlesung über Syntax,
Jena, 1995