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Eckbauer [ 17 Bilder ]
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Am Abend zuvor noch Brote geschmiert und Tee gekocht, Wanderklamotten zusammengesucht, Grödel und Kamera eingepackt. Ich wollte dieses WoE am 12.3.2006 zur Partnachklamm, da ich die Tour mit dem Alpenverein verpasst hatte. Und es sollte Sonntag um 8 Uhr losgegehen. Da wollte ich nicht schon um 6 aufstehen, um alles vorzubereiten. Meine Freundin wollte nicht mitkommen, da es 1. kalt war (hat der Winter so an sich) und sie 2. keine Wanderschuhe hatte (OK, laß ich gelten). Also wieder eine Solotour. Bin ich ja schon gewöhnt. Grummel... Zur Lektüre hatte ich von Hans Kammerlander "Bergsüchtig" mitgenommen, Das Thema passte ganz gut und die Seitenzahl reichte, um die jeweils 2.38h Zugfahrt Hin- und zurück zu überbrücken. Um 11 vormittags in Garmisch-Partenkirchen angekommen habe ich nach dem Weg zum Skistadion gefragt. Die Antwort war dann: "In die Richtung. Das ist aber ziemlich weit!". Nach einer 1/2h Fußweg war ich dann dort. Tja, für Leute mit Auto ist das dann wohl weit... Am Skistadion war dann schon die schlechte Nachricht angeschlagen: Partnachklamm geschlossen wegen Eissturzgefahr. Wie ich dann abends im Web nochmal nachgelesen habe, wurde sie genau am 11.3. gesperrt. Na toll, also kein Eiszauber an diesem Tag. Jedenfalls trat dann Plan B gemäß dem Wintertouren-Guide in Aktion, also direkt zum Eckbauer (11237m - nein, sorry nur auf 1237m) aufsteigen. Was für eine herrlich reine Luft zum Atmen! Und als ich zwischendurch Rast machte, war außer einem entfernten Flugzeug absolute Stille ringsum, sonst nur das Rauschen von herunterrieselnden Schnee. Der Schnee glitzerte und funkelte richtig. Im Berggasthof Eckbauer bin ich kurz eingekehrt, um ein großes Dunkles zu genießen und mich ein wenig mit Wärme aufzutanken. Gleich neben dem Berggasthof ging es ein Stück höher zur Bergstation der Gondelbahn und der Rodelbahn. Auf der Piste tummelten sich nur wenige mit Ski, Snowboard, Rodel und ein paar Verrückte auch mit dem Fahrrad-Ski. Ich stapfte dann weiter Richtung Wamberg auf dem Draxierweg, der nur durch den halbwegs festgestapften Korridor im Tiefschnee verfolgbar war. Nach einer Weile bemerkte ich, daß ich immer weiter in den Tiefschnee lief und die Fußspuren den Skispuren wichen. Der letzte Abwzeig war wohl falsch. Dann bin ich richtig abgesackt und habe mich ca. 200m durch den Tiefschnee gekämpft, bis ich wieder auf dem Hauptpfad war. Teilweise war ich bis zur Hüfte eingesunken. Hätte ich mir doch vorher nur Gamaschen zugelegt... Jetzt weiß ich auch, wozu Schneeschuhe gut sind. Der weitere Weg nach Wamberg und von dort zurück nach Partenkirchen war unspektakulär - nur weitere Kilometer. 17 Uhr trat ich dann von Garmisch die Rückfahrt nach Erding an.
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Ettal [ 23 Bilder ]
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Die Tour zur Notkarspitze war irgendwann im vorigen Jahr mal im Alpenvereinsheft ausgeschrieben worden. Leider habe ich nicht dran teilnehmen können und so hatte ich mir vorgenommen, das noch nachzuholen. Im Frühjahr 2007 habe ich mit einer Freundin einen ersten Versuch gestartet, den wir aber abbrechen mussten, da noch zu viel Schnee lag und wir keine Grödel oder Steigeisen mitgenommen hatten. Die 2. Chance habe ich dann während meines 2-Wochen-Urlaubs im Herbst 2007 wahrgenommen. Am Montag, dem 10.9.2007 bin ich bei Sonnenschein (nachdem es die ganze Woche davor geregnet hat) vom Ort Ettal aus gestartet und über die Zwischenstationen Ochsensitz und Ziegelspitz auf die Notkarspitze (1889m) gewandert. Ungefähr 2 1/2h habe ich gebraucht. Am Gipfel angekommen und nach einer kurzen Brotzeit zog es dann langsam zu und ich beeilte mich, wieder - Richtung Ettaler Mühle im Abstieg - nach Ettal zurückzukommen. Die Wege waren zwar als ausgesetzt und nur für Erfahrene beschrieben, ich fand den gesamten Rundweg allerdings eher harmlos. Die ganze Zeit hatte ich auf eine schwierige Stelle mit ein wenig Rumkletterei gewartet, aber da war nichts. Mit guten Bergschuhen und wenn man wenn man schwindelfrei ist, kein Problem. Zurück in Ettal habe ich mir eine warme Mahlzeit im Wirtshaus gegönnt, wobei ich aber kurzzeitig arg ins Schwitzen kam. Ich fand mein Portemonnaie nicht im Rucksack, wo ich es erwartete. Dann ein Gedanke, der mich kurz zusammenschrecken ließ: habe ich es etwa auf dem Gipfel liegenlassen? Dort hatte ich es kurz mal ausgepackt. Dann bin ich schnell zum Auto gehastet und habe dort alles durchgewühlt. Nichts. So ein Mist. Wieder zurück ins Wirtshaus und nochmal den Rucksack komplett umgekrempelt. Da lag es - ganz unten. Gottseidank! Und ich hatte mich schon in Gedanken ein 2. Mal im Dunkeln mit Taschenlampe auf den Gipfel hochkeuchen sehen...
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Kampenwand [ 30 Bilder ]
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Für Sonntag (14.10.2007) kündigte der Wetterbericht
Sonnenschein an, also habe ich den Abend zuvor gleich noch Brote
geschmiert und den Rucksack gepackt. Wie üblich, bin ich als
notorischer Langschläfer wieder spät aufgestanden und
deshalb erst gegen halb 11 mit dem Auto Richtung Berge
aufgebrochen.
Ich hatte noch die Story meines Kollegen in Erinnerung, der einen
indischen Kollegen aus Dubai in Erding zu Besuch hatte, und um ihm die
bayerischen Berge ein wenig näher zu bringen, ist er mit ihm zur
Kampenwand bei Aschau im Chiemgau gefahren. Auf dem Berg lag 40cm
Schnee, und für den Inder war es das erste Mal in seinem Leben,
daß er richtigen Schnee zu Gesicht bekam und in den Händen
hielt. Mein Kollege erzählte, daß sein Gast sich wie ein
kleines Kind über die weiße Pracht gefreut hat, und darin
herumgetollt ist.
Jedenfalls hatte ich mir vorgenommen, nach der Geschichte mal auf die
Kampenwand zu wandern. In Erding war blauer Himmel als ich losfuhr,
aber schon bei Ebersberg zog der Himmel zu und es sah zunehmend
trüber aus. Ich habe mich aber nicht von meinem Vorhaben
abbringen lassen und bin bis Hohenauschau gefahren. Dort habe ich mein
Auto ein Stück abseits vom Parkplatz der Kampenwandseilbahn
abgestellt, da vor dem Parkplatz schon eine lange Autoschlange
stand. Natürlich bin ich nicht mit der Seilbahn hoch auf den
Berg, sondern habe den wesentlich erlebnisreicheren Aufstieg über
den Weg 20 gewählt.
Das Wetter war dem Herbst angemessen: kühl, wolkenverhangener
Himmel und ein wenig nebelig. Aber die satten Farben der Bäume
und des Laubs waren wunderschön. Die Blätter hatten Farben
von unverdorbenen Grün über leuchtend
gelb mit schwarzen Rändern oder Punkten bis hin zu dem dunkelbraunen
Laub auf den Waldwegen. Auf halben Wege zur Alm mitten im Wald bot
sich mir dann ein Bild, das genau die
richtige Filmkulisse zu "Herr der Ringe" bilden
könnte: durch die dunklen Silhouetten der Bäume bahnen sich
Sonnenstrahlen fächerartig einen Weg durch den dadurch hell
leuchteten schwachen Nebel bis zum Waldboden. Den Anblick konnte ich
auch eine Weile genießen, da ich erstmal Brotzeit machte, und
mir die vom Schwitzen beschlagenen Brillengläser putzen
musste. Dann auf der ersten Lichtung auf etwa 1100m die Belohnung
für den Aufstieg: blauer Himmel und Sonnenschein! Jetzt konnte
man auf das wolkenverhangene Tal hinabschauen, das wie mit Watte
ausgestopft war. Die zweite Brotzeit, dann aber mit Weißbier und
Eintopf habe ich mir dann auf der Gorialm gegönnt. Von da hatte
man auch freie Sicht auf die Kampenwand. Der finale Aufstieg war recht
steinig und für die vielen Touris, die mit der Seilbahn
hochkamen, wohl auch etwas ausgesetzt. A bisserl Blockkletterei
halt. Oben am Gipfelkreuz dann reger Verkehr, aber alle haben Platz
gefunden. Der Restnebel in den Tälern bot einen herrlichen
Anblick. Auf dem gegenüberliegenden Gipfel der Kampenwand
kraxelten auch ein paar Kletterer herum. Beim Abstieg habe ich einen
davon angeklettert. Auf halben Wege hat mich dann aber doch der Mut
verlassen, als ich in Gedanken durchspielte, wie ich da wieder
runterkomme. Vielleicht ja nächstes Mal... Zuguterletzt noch
Einkehr bei der Sonnenalm - ein Latte Macchiato ging noch. Vor der
Kniescheibenmarter beim Abstieg habe ich mich gedrückt, und bin
mit der Seilbahn in den Ort zurückgefahren.
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Oberammergau [ 19 Bilder ]
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Nach der Tour auf die Notkarspitze (Ettal, 10.9.2007) habe ich die Nacht in Oberammergau verbracht. Am Abend fing es richtig heftig an zu regnen. Und es regnete die ganze Nacht durch. Ich hatte vorher noch erwogen auf eine Berghütte zu wandern, da die Übernachtung dort immer sehr preiswert ist (für Alpenvereinsmitglieder), die Idee aber rasch verworfen, nachdem es anfing zu schütten. Also habe ich mir im Ort noch schnell eine Bleibe gesucht, was dank des Infostandes, wo man alle Pensionen anrufen kann, trotz der fortgeschrittenen Zeit (es war schon nach 20 Uhr) recht einfach war. Am nächsten Tag habe ich gleich früh das Wellenbad aufgesucht und ausgiebig sauniert. Im Schwimmbecken draussen war es zwar recht kühl mit geschätzten 17 Grad, aber nach so einem Saunagang ist es eine Wohltat, sich schwimmend abzukühlen. Nach Mittag habe ich mir dann noch den kleinen aber beschaulichen Ort ein wenig angeschaut.
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Risserkogel [ 21 Bilder ]
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Am langen Wochenende über Ostern habe ich das schöne Wetter mit blauen Himmel und strahlenden Sonnenschein genutzt, um am Samstag, den 7.4.2007 eine Bergtour, die ich beim Alpenverein verpasst habe, nachzuholen. Und zwar auf den Risserkogel (1826m) bei Kreuth am Tegernsee. Die Tour sah auf der Karte nach 5h für Auf- und Abstieg aus und auf 1800m sollte nicht mehr viel Schnee liegen zu der Zeit. Zur Sicherheit habe ich Gamaschen und Grödel aber mitgenommen. Am Vortag war ich von einer leichten Wanderung am Schliersee mit dem Auto nach Kreuth gefahren und um das Geld für eine Pension zu sparen habe ich kurzerhand im Auto übernachtet. Wollte ich schon lange mal probieren. Dazu bin ich mit meinem Mazda ein wenig in den Wald reingefahren, an den Anfang der Wanderroute, die mit WB1 ausgeschildert ist. Die Nacht war ein wenig kalt aber ich war am Samstag morgen ausgeschlafen und habe mich gegen 8 Uhr auf den Weg gemacht. Nach ca. 1 1/2 h Aufstieg im Wald auf dem WB1 (Teil der Via Alpina) wird man dann am Grat zwischen Setzberg und Grubereck mit plötzlich freier Sicht auf den Bergkamm vom Risserkogel belohnt. Nach kurzer Rast bin ich weiter auf das Grubereck (1664m), von wo aus man schon einen phantastischen Ausblick auf die Blauberge und Guffertspitze hat. Dann ist es nur noch etwa eine 1/2h über den Alpenlehrpfad (mit Schautafeln) zum Risserkogel. Der Ausblick war genial - freie Sicht in alle Richtungen und schneebedeckte Gipfel im Süden. Mit dem Selbstauslöser habe ich ein paar Photos von mir am Gipfelkreuz gemacht. Ein paar schwarze Raben versuchten, etwas Essbares zu ergattern, aber ich hatte schon alle Brote verzehrt. Das sollte sich später noch rächen. Dann bin ich den sehr steilen Abstieg über die "Nase" vom Risserkogel zum Fuße des Blankensteins (1768m) - ein Kletterfelsen - abgestiegen, wo ich schon sehr aufpassen musste und die Gamaschen umgeschnallt habe. Beim Blankenstein ist eine große Felsplatte abgeknickt und zwischen anderen eingeklemmt. Sieht sehr beeindruckend aus. Dann habe ich ein wenig Blockkletterei (II-er Schwierigkeit) an der leichten Seite geübt, bin aber mit weichen Knien langsam wieder abgestiegen... Bis zum Gipfelkreuz habe ich mich dort noch nicht getraut. Ich wollte zurück über den Wallberg und so bin ich querfeldein über die Alm vorbei an den Hütten dort Richtung Rottach-Alm (1200m). Da aber der Weg sich ewig langzog, habe ich durch den Wald abgekürzt, um auf die Straße zum Wallberghaus zu kommen. Ich war bereits 6h unterwegs und leichte Ermüdungserscheinungen machten sich bemerkbar. Dummerweise hatte ich mein Portemennaie im Auto vergessen, also konnte ich auch nicht in der Hütte einkehren und musste mich mit dem Wasser begnügen, das ich noch mithatte. Die Straße war auf der oberen Hälfte noch voller Schnee, wodurch das Vorankommen doch sehr kräftezehrend wurde. Am Abzweig vor dem Wallberghaus hatte ich mich schon so verausgabt, daß ich keine Lust und Kraft mehr hatte, noch zum Wallberghaus weiter zu marschieren. Ich bin deshalb weiter zur Freisinger Hütte und dann den Weg (WB) zurück nach Kreuth gefolgt. Der führte aber wieder bergauf und ich war mittlerweile so schwach, daß ich mich längere Zeit ausruhen musste, um wieder zu Kräften zu kommen. Nur noch ein paar Tick-Tacks und Wasser hielten mich auf den Beinen. Da der Weg weiter bergauf führte und ich dafür keine Kraft mehr hatte, bin ich kurzerhand durch den Wald steil nach unten und habe glücklicherweise nach 1/2h wieder auf den befestigten Weg, auf dem ich aufgestiegen war (WB1), zurückgefunden. Am Auto angekommen, war es bereits 18:30. Ich war also insgesamt ca. 10h unterwegs. Danach bin ich erstmal an den Tegernsee zurückgefahren und habe im Supermarkt reichlich Essen eingekauft...
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Rotwand [ 21 Bilder ]
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Bei der letzten Radtour mit Noriko und My Khuong (deutsche-
vietnamesische Wanderfreundin) von Schliersee über Bayrischzell
nach Kufstein hatte ich mir schon eine Wanderkarte für diese
Region zugelegt, die mir bei der folgenden Tour gute Dienste
leistete. Mit dem Rad kamen wir auch an den Wegweisern zur Rotwand
vorbei und ich dachte mir, da muß ich mal rauf.
Gesagt getan, 1 Woche später am So, den 8.10.2006 habe ich mit My
die Wanderung angetreten. Wir waren gegen 10 Uhr vormittag in
Bayrischzell, der Weg war wegen der Radtour davor leicht zu
finden. Das Wetter war sonnig und vielversprechend.
Als erstes ging es auf dem Bayrischzeller-Höhenweg (Weg Nr. 645)
durch Wald und dann auf die Seeberg-Alm zum Seebergkopf (1538m) -
unserer ersten Zwischenstation auf dem Weg zur Rotwand - mit
herrlichen Ausblick auf Bayrischzell im Tal und Wendelstein
gegenüber. Es war bereits Mittag und der Gipfel war ganz
schön voll. Wir haben dann Brotzeit gemacht und ich habe mich ein
wenig in die Sonne gelegt und etwas Schlaf nachgeholt.
Anschließend Abstieg zur Seeberg-Alm und weiter durch Wald
über die Klarer-Alm und wieder durch Wald, wobei wir unterwegs
beim Sächseln von einem geschickt hinter einer Wegbiegung
versteckten Bayern ertappt wurden ;-)
Dann kam ein langer Anstieg auf einer gut befestigten Weg hinauf zum
Soinsee (1459m). Ein paar Mountainbiker fuhren den steilen Weg
sichtbar konzentriert runter. Hochquälen möchte ich mich da
nicht.
Der Soinsee ist ein idyllisch gelegener Bergsee vor den
Ruchenköpfen (1805m). Ein Angler probierte sich im Fliegenfischen
vom anderen Ufer aus, ein weiterer angelte vom Schlauchboot
aus. Gebadet hat keiner mehr, dazu war das Wasser mit geschätzten
14-15 Grad schon zu kalt.
Nach kurzer Rast sind wir weitergezogen zur Großtiefenthal-Alm
(1500m). Ein Abzweig hätte hier auf den Hochmiesing (1883m)
geführt, aber es war schon 15 Uhr, deshalb haben wir uns für
die Rotwand entschieden.
Weiter ging es mit Ausblick auf die scharfkantigen Spitzen der
Ruchenköpfe und vorbei an dem glatt abfallenden Sebaldstein
über steinigen Weg zum Rotwandhaus (1737m). Dort hat man einen
phantastischen Ausblick auf die schneebedeckten Alpengletscher im
Süden (gutes Wetter vorausgesetzt), die wie ein Postkartenmotiv
wirken. Im Westen bilden die Berge - da sie bereits von hinten von der
Sonne beleuchtet werden - interessante Scherenschnitt-Muster.
Da es schon halb vier war, sind wir schleunigst Richtug Gipfel
weitergelaufen. Der kurze Weg vom Rotwandhaus zum Rotwand-Gipfel
(1884m) war nach dem schon langen Marsch ganz schön
anstrengend. Aber der Ausblick entschädigte dann doch für
alles. Bei Sonnenschein hatten wir Rundumblick auf das Bergpanorama.
Nun war es schon halb 5 und wir hatten noch etwa 3 bis 3 1/2 Stunden
Abstieg vor uns. Wir mußten deshalb leider auf ein warmes Essen
mit Weißbier auf der Terasse vom Rotwandhaus verzichten und
machten uns auf den Rückweg. Beim Abstieg fand ich dann noch
einen Steinpilz, den ich gleich eingepackt habe.
Auf dem (für Radfahrer) steilen Weg nach unten hinter dem Soinsee
versuchte sich auch einer mit Fahrrad-Anhänger, in dem ein Kind
saß. Er ist mehrmals an den Wegrand gerutscht und wir hatten
ernsthaft daran gezweifelt, ob er es bis nach unten schafft. Aber
irgendwann hat er dann das Rad stabilisieren können und weiter
unten war es dann auch nicht mehr so steil.
Der Rest des Weges war ein elend langer Hatsch und zum Schluß
schmerzten auch noch die Kniegelenke und Hüfte vom Abstieg. Kurz
vor Dunkelwerden gegen 19 Uhr sind wir dann endlich in Geitau
angekommen, Und von dort aus dann wenig später mit der BOB
zurück nach München.
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Ruchenkoepfe [ 21 Bilder ]
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Gleich nachdem ich aus Sao Paulo zurück in Deutschland war, bin
ich einen Tag später, am Sonntag, den 22.4.2007 mit meinem
Kletterpartner (Peter) vom Alpenverein an den Ruchenköpfen in der
Nähe der Rotwand zum Klettern gegangen.
Das war das erste Mal für mich, an richtigen Fels zu
klettern. Bisher habe ich nur in der Halle Bouldern und
Toprope-Klettern geübt, was man aber mit Klettern in freier Natur
kaum vergleichen kann. Am Anfang haben mir noch die Knie geschlottert,
als wir die ersten Seillängen nach oben stiegen (ich
natürlich nur im Nachstieg) und auf halber Höhe am Fels
gequert werden mußte.
Die Sicherungsprozedur am Fels war für mich auch neu und wir
haben vorher den Ablauf durchgesprochen: Vorsteiger: "Stand",
Nachsteiger: "Seil ein", "Seil aus", Vorsteiger: "Kommen",
Nachsteiger: "Komme". Etwas umfangreicher als beim
Toprope-Klettern. Und mich selbst abzuseilen, war auch eine neue
Erfahrung im Vergleich zum Toprope in der Halle. Oben auf dem Gipfel
zu stehen, war natürlich Klasse. Aber am Abseilpunkt 60m nach
unten zu schauen, brachte meine Höhenangst wieder mal zutage und
ich mußte mich stark zusammenreißen, nicht auf allen
vieren dorthin zu robben. Deshalb habe ich bewußt in die Tiefe
geschaut, bis der Kopf sich halt dran gewöhnt hat. Ich glaube, so
kann man Höhenangst mit der Brute-Force-Methode
überwinden...
Beim Klettern ist mir leider meine alte Digitalkamera abgestürzt
(Systemabsturz ;-) und am Fels zerschellt, da ich vergessen hatte, die
Kameratasche zu schließen. War aber nicht weiter schlimm, da
eine neue Kamera längst überfällig war, und ich sowieso
vorhatte, die alte zu entsorgen. Wir haben danach unten am
Bergfuß nochmal gesucht und Peter hatte doch tatsächlich
mit seinen Adleraugen die winzige Compact-Flash wiedergefunden, von
der ich alle Bilder retten konnte. Die Kamera selbst blieb allerdings
unauffindbar.
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Wendelstein [ 40 Bilder ]
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Am Sonntag, den 7.5.2006 habe ich mich mit Noriko kurzentschlossen
gegen 10:20 Uhr von Erding auf den Weg nach Bayrisch-Zell gemacht. Bis
München sind wir mit der S-Bahn gefahren, und dort dann in die
BOB (Bayerische Oberland-Bahn) umgstiegen. Gegen 13 Uhr sind wir
angekommen. Wir hatten herrliches Wetter, es war warm, aber nicht zu
heiß, blauer Himmel, wenige Wolken. Über Hochkreut, vorbei
am Berg-Cafe - und Restaurant Hochkreut, über die Sigl-Alm sind
wir Richtung Wendelstein aufgestiegen. Noriko hat kräftig
geschimpft, da für sie der steile Anstieg doch recht
kräftezehrend war. Außerdem war sie noch nicht an die neuen
Wanderschuhe gewöhnt, die ich mit ihr beim Lagerverkauf Gerlspeck
in Erding günstig eingekauft habe. Ihr waren die Schuhe zu schwer
- klar, wenn sie sonst immer nur mit Turnschuhen unterwegs
ist.Unterhalb vom Gipfel lagen noch viele Schneereste und von oben sah
das aus wie eine Flecktarnung. Die letzten 100 Meter bis zum
übertrieben bebauten und befestigten Wendelstein ging es ziemlich
steil hoch und wir mußten aufpassen, da%szlig; wir nicht auf den
schmalen Pfaden im Schnee ausrutschen. Durch die vielen Pausen, die
ich auf Rücksicht für Noriko eingelegt hatte, war es schon
16 Uhr geworden, als wir oben ankamen. Das Restaurant machte vor
unserer Nase zu, deshalb wurde es leider nichts mit einer deftigen
Brotzeit auf dem Gipfel. Auch die Zahnradbahn hatte schon geschlossen
- es war noch Wintersaison und deshalb nur bis 16 Uhr
geöffnet. In der Sommerzeit ist die Bahn bis 17 Uhr in
Betrieb. Aber wir wollten sowieso nicht einsteigen. Normalerweise ist
der Wendelstein auch in der Saison (im Sommer) völlig
überlaufen, wie ich gelesen habe. Wir hatten Glück, an dem
Tag waren ausser uns vielleicht noch 2-3 Leute um die Zeit auf dem
Gipfel unterwegs. Auf dem Wendelstein steht übrigens sogar eine
kleine Kirche, das finde ich nun aber wirklich
übertrieben. Manche lassen sich sogar dort auf dem Berg
trauen. Dann sind wir noch die letzten Meter auf dem befestigten
Gipfelrundweg bis zum höchsten Punkt auf 1838m
aufgestiegen. Insgesamt haben waren wir 1000m aufgestiegen
(Bayrisch-Zell liegt auf etwa 500m)! Unterwegs und oben hat man ein
herrliches Bergpanorama und Aussicht auf die steil abfallenden
Bergflanken. Für mich nicht schwindelfreien Wanderer ein gutes
Training ;-) Auf dem Gipfelkopf oben steht eine Wetterstation und eine
Sternwarte, die man auch besichtigen kann. Wir wollten eigentlich mit
der Seilbahn zurück nach Osterhofen, weil es beim Abstieg auf dem
Schnee etwas rutschig wird, aber auch die letzte Seilbahn fuhr uns
gegen 17 Uhr an der Nase vorbei... So traten wir zu Fuß den
Rückweg an, was aber auch nicht schlecht war, da wir weiter unten
dann noch auf dem "geologischen Wanderpfad" eine schöne
Waldwanderung machten. Zurück im Ort Bayrisch-Zell gegen 19 Uhr
sind wir noch beim Italiener eingekehrt und haben bei Weizenbier,
Salat, Suppe, Pizza und Lasagne die aufgebrauchten Kraftreserven
wieder aufgetankt. Um 20 Uhr haben wir die Heimreise angetreten und
waren viertel nach 10, als es schon lange dunkel war, wieder
daheim. Insgesamt also 12 Stunden auf Achse.
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