Thomas' Photo album

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           BadGastein   [19 pictures]
           Ehrwald   [64 pictures]
Von Oberammergau war ich nachmittags mit dem Auto aufgebrochen und Richtung Zugspitzgebiet weitergefahren (Di, 11.9.07). Ich war mir nicht sicher, ob ich nicht vielleicht einen Ausflug auf die Zugspitze mache. Eine Wanderung auf die Alpspitze (am nächsten Tag) kam leider nicht in Frage, da ich keine Hochtouren-Ausrüstung dabeihatte - weder Steigeisen, noch Kletter(steig)set. Also bin ich weitergefahren, bis ich in Ehrwald ankam und das beeindruckende Panorama von Wetterstein und Mieminger Kette vor mir hatte. Sofort stand fest: hier muß ich wandern! Die Nacht wollte ich diesmal preiswert auf einer Berghütte verbringen und nach einem Blick auf die Karte entschied ich mich für die Ehrwalder Alm - zur Not war ja noch die "Alpenglühn"-Hütte in der Näe. Dachte ich mir. Hatte ja keinen Hüttenführer dabei. Jedenfalls bin ich mit dem Auto bis zur Liftstation am Gaistaler Hof gefahren, habe das Rad ausgepackt, alles Notwendige für die Nacht in den Rucksack gepackt und die steile Bergstraße (Weg 801A) zur Ehrwalder Alm hochgestrampelt. Es wurde langsam dämmrig... Alle paar Minuten mußte ich absteigen und pausieren, der Schweiß tropfte kontinuierlich von meinem Gesicht. Ich glaube, es waren so um die 20% Steigung - lange nicht mehr gefahren (wenn überhaupt). Irgendwann nach einer halben Stunde und 400 Höhenmetern schweißtreibenden Hocharbeitens war endlich die Ehrwalder Alm in Sicht. Die Freude ließ aber schnell nach, als ich sah, daß zwar Licht in dem Haus war, aber alles abgeschlossen war, auch die Gaststube. So ein Mist, hätte ich vorher doch mal anrufen sollen. Ich war davon ausgegangen, daß jede bewirtschaftete Hütte auch Übernachtungsmöglichkeiten hat. Das gleiche dann bei der Wirtschaft nebenan "Alpenglühn". Es war nun schon fast dunkel. Das MTB hier abschließen und zur Knorrhütte oder zur Coburger Hütte weiterwandern wollte ich mir nicht antun, selbst mit Taschenlampe. Dort hätte ich wahrscheinlich auch vor verschlossenen Türen gestanden. Also bin ich unverrichteter Dinge wieder zurück zum Auto. Die Abfahrt dorthin auf der steilen Alpenstrasse war auch nicht ohne. Meine Magura-Bremsen (Hydraulik) mußte ich bis zum Anschlag durchdrücken, damit ich langsamer wurde. Ich hatte schon befürchtet, daß die Bremsbeläge unten angekommen ganz abgeschliffen sein werden, oder die Bremsschläuche unter der Last irgendwann den Geist aufgeben. Unterwegs kam mir noch ein Mountainbiker bergauf entgegen, wo ich mich gefragt habe, wo der der noch hinwollte. Aber als ich am Auto angekommen war, fuhr er schon wieder mit Speed bergab zurück in den Ort. Dann mußte ich mir noch eine Übernachtung in Ehrwald suchen. Es war schon nach 20 Uhr. Glücklicherweise gibt es in den Ski-Touri-Gebieten immer die Zimmer-Suche im Info-Center, wo man auch gleich die Pensionen kostenlos anrufen kann. Nach kurzer Zeit hatte ich eine günstige gefunden. Gleich neben der Pension war ein urgemütliches Tiroler Restaurant, wo ich zu Abend kredenzt habe: die Holzerstub'n, die ich uneingeschränkt weiterempfehlen kann!

Am nächsten Tag (12.9.07), hatte ich endlich einen Plan, wie ich wandern wollte: vom gleichen Ausgangspunkt wie am Vortag - der Liftstation am Gaistaler Hof über den Seebener Klettersteig oder den Hohen Gang zum Seebensee und dann auf die Coburger Hütte. Abstieg über die Biberwierer Scharte oder den längeren Weg über den Höllkopf nach Biberwier. In beiden Fällen musste ich von Biberwier wieder nach Ehrwald. Also bin ich nach dem Aus-checken aus der Pension mit dem Auto nach Biberwier und habe dort beim Alpencamp Marienberg mein Rad deponiert. Danach mit dem Auto wieder nach Ehrwald zur Liftstation. Bei bestem Wetter und voller Zuversicht bin ich zum Seebener Klettersteig losgezogen. Als ich dann davor stand eine herbe Enttäuschung: der Klettersteig wird in die Kategorie "schwer" eingstuft - teils senkrechter Fels. Da war ohne Kletterset nichts zu machen. Und ich wär so gerne hochgestiegen... Da half alles nichts, Plan B über den Hohen Gang trat in Kraft. Der war erfreulicherweise nicht langweilig und teilweise ein bischen ausgesetzt, so daß ich doch noch in den Genuß einer (leichten) Klettersteigtour kam. Und der Ausblick auf das Wettersteingebirge unterwegs war einfach phantastisch. Auf Höhe Seebensee hatte ich nochmal Ausblick auf die Ehrwalder Alm, wo ich mich am Vortag mit dem Rad hochgequält und vor verschlossenen Türen gestanden hatte. Das Panorama am Seebensee ist bilderbuchmäßig: kristallklarer grüner Bergsee, in dem sich Sonnenspitze und Tajakopf spiegeln und Wettersteingebirge im Hintergrund. Dazu blauber Himmel - was will man mehr! Ich wär gerne reingesprungen, aber ich mußte weiter. Bis nach Biberwier war es noch ein ganzes Stück. Also weiter, Aufstieg zur Coburger Hütte. Unterwegs sprach mich eine Frau an und meinte: "Sie sind aber schnell", ich: "Ach wirklich?". Sie hatte mich schon am Anfang des Aufstiegs vom Seebensee auf 1/4 des Weges gesehen und jetzt hatte ich sie auf der Hälfte des Weges eingeholt. Ganz von der Hand zu weisen war ihre Bemerkung auch nicht, denn mir lief der Schweiß schon wieder aus allen Poren. Auf der Coburger Hütte habe ich mir erstmal eine ordentliche Brotzeit gegönnt. Eine Bergsteigersuppe mit Wienern und ein Weißbier. Prost! Die Krähen haben manchmal etwas genervt. Als ich meinen Rucksack, der etwas weiter weg lag, holen wollte, sprang die Krähe auf den Tisch, wo meine Suppe stand. Also ich wieder zurück und das Vieh verscheucht. Kaum war ich wieder unterwegs zum Rucksack, war auch die Krähe wieder neben meinem Teller. Also habe ich sie diesmal richtig weggeschickt. Neben der Hütte liegt der Drachensee und man ist von den Bergen förmlich eingeschlossen. Blick auf Sonnenspitze, Tajaküpfe, Grünstein, Griesspitze, Seebensee und Wetterstein. Beim Wirt habe ich dann angefragt, ob der Weg zum Höllkopf machbar ist. Leider nicht, meinte er, 1m Neuschnee sei gefallen, man versinkt im Schnee. Also blieb nur die Biberwierer Scharte für den Abstieg, die wie er meinte, ohne Probleme begehbar sei. Stellte sich dann auch als recht leichter Steig heraus, etwas ausgesetzt aber, wenn man in der Mitte das steile Geröllfeld überquert. Der folgende Knappensteig ist nur noch für die Kniegelenke anstrengend. Im Wald habe ich noch einen seltsamen roten Pilz entdeckt (siehe Photos). Endlich angekommen am Alpencamp, habe ich mich auf mein Rad geschwungen und bin zurückgefahren nach Ehrwald, wo mein Auto auf mich wartete. Zum krönenden Abschluß des Tages bin ich dann kostenlos ins Hallenbad gekommen, da ich noch die Gästekarte von der Pension aufgehoben hatte. Von dem Hallenbad hat man auch noch mal einen herrlichen Ausblick auf die Berge.

           Klosterwappen   [50 pictures]
Vom 4.9. bis 8.9.2004 war ich wegen einem Bewerbungsgespräch in Linz wieder für kurze Zeit in Österreich und deswegen bei meinem Bruder in Wien untergekommen. Am So, den 5.9. haben wir dann eine Mordstour auf das "Klosterwappen" (2050m) gewagt. Insgesamt waren wir 12h unterwegs, nach Abzug der Pausen ca. 9h auf den Füßen. Der Aufstieg ging an unser körperliches Limit - oben angekommen waren wir total fertig und haben uns in der Hütte Nähe Gipfelkreuz eine warme Linsensuppe mit Knödeln, Radler und Kuchen gegönnt. Allein der Abstieg hatte dann gute 2.5h gedauert. Etwas unterhalb vom Gipfel liefen uns dann noch ein paar Gemsen über den Weg.
           Schneeberg   [24 pictures]
Vom 12.8. bis 15.8.2004 bin ich wieder mal nach Wien gekommen. Vom Flughafen Tegel in Berlin dauert es nur 1 Flugstunde bis zum Vienna International Airport. Mein Bruder hat für das Wochenende gleich wieder eine Extremtour geplant. Wir sind auf den Schneeberg neben der Rax (etwas höher) 7 Stunden gewandert und haben 1000 Höhenmeter gemacht. Oben angekommen sind wir im Friedrich-Haller-Haus eingekehrt und haben uns mit einer deftigen Mahlzeit gestärkt - Rehbraten und Eierschwammerl mit Knödel. Dazu ein Radler, um den Durst zu löschen. Achtung: Essen kostet 8 Euro pro Portion! In die Berggaststätte sind dann noch 2 Spanierinnen gekommen, mit denen wir uns dann auf dem folgenden Abstieg eine ganze Weile unterhalten und so die Zeit verkürzt haben.